European School of Straight Vitalogy®

Entstehung, Werdegang und Bedeutung der Straight Vitalogy

Der Name Vitalogie setzt sich aus den Teilen „Vita“ (Leben) und „logie“ (die Lehre von) zusammen. Indes wird in der stoischen Phi­losophie die Bedeutung des Wortteils „Logos“ mit „die das Weltall durch­wal­tende, göttliche Vernunft und Weisheit“ umschrieben. Die nachfolgenden Er­läuterungen sind gezielt da­rauf ausgerichtet, Entstehung und Werdegang der heute unter dem Na­men „Straight Vitalogy“ praktizierten Ge­sund­heits­vor­sor­ge getreu nach den geschichtlichen Ereignissen darzus­tel­len und zu kommen­tieren.

Die praktische Anwendung des „Adjustments“ im atlantooccipitalen Bereich tauchte erstmals als sogenannte HIO-Technik[1] Hole-in-one-Technik) im Jahr 1941 in Amerika auf. Als Pionier der Methode versuchte sich niemand gering­eres als B.J. Palmer, Sohn des Begründers der Chiropraktik D.D. Palmer. Grund­lage lieferte ihm die Arbeit seines Vaters. Bereits 1895 erkannte D.D. Palmer nach einem unerwarteten Erfolg, dass vielerlei Störungen im menschlichen Körper irgendwie mit der nicht ganz korrekten Stellung einzelner Wirbelkörper in Zusammenhang stehen mussten. Dies deshalb, weil sich nach einem „Wir­bel-Adjustment“ bei einem schwerhörigen Patienten ein fast gänzlich norma­les Hörvermögen einstellte.

Unter anderem basierend auf den Erkenntnissen im Rahmen der Anwendung der HIO-Technik sowie durch seine über 20-jährige Erfahrung in der Chiro­prak­tik, blieben auch dem Schweizer Palmer College Absolventen, Dr. Peter Hug­gler[2], die Vorteile des Atlas-Adjustments nicht mehr verborgen. In all den Jahr­en seiner Praxistätigkeit als Chiropraktor kam er zum Schluss, dass über 90% der Wirbelverschiebungen in irgendeinem Zusammenhang mit den Raumver­hältnissen im atlantooccipitalen Bereich (Occiput und 1. HWS, C1) stehen mussten. Da ihn die Ergebnisse der chiropraktischen Behandlungen ohnehin nicht mehr wesentlich zufrieden stellten und diese insbesondere im Bereich der Halswirbelsäule auch nicht völlig gefahrlos durchgeführt werden konnten, beschäftigte er sich mehr und mehr mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie mit Philosophie und Grundsätzen des „Atlas-Adjustments“. Schliesslich entwickelte er aus der Chiropraktik die verfeinerte Technik der Impulsabgabe zur Eigenkorrektur der Stellung des obersten Halswirbels und gründete darauf­hin im Dezember 1981 zusammen mit Johanna Fracasso von Allmen die Pal­mer Vitalogie AG in der Schweiz.

Die Vitalogie ihrerseits unterscheidet sich nun aber in wesentlichen Teilen von der Chiropraktik. Anstelle von Wirbeleinrenkungen sorgt die Vitalogie mit einer speziellen Technik, die – wie erwähnt – dem Körper eine Eigenkorrektur er­laubt, nurmehr für die (bestmögliche) Wiederherstellung ursprünglicher und natürlicher Raum­verhältnisse im Bereich des Occiput und des 1. Halwirbelseg­ments. Dieses na­türliche Raumverhältnis ist deshalb so wichtig, weil es die op­timale Körper­statik und damit zusammenhängend die funktionalen, produk­tiven und rege­nera­ti­ven Zellaktivitäten direkt beeinflusst.


zurück

 


Weiterentwicklung der Straight Vitalogy in der Schweiz und im europäischen Raum

Im Rahmen aller Bestrebungen zur Etablierung einer seriösen, vitalogischen Aus­bildung und professionellen, praktischen Anwendung der echten Vitalogie in der Schweiz und in Deutschland ist es an der Zeit, einen weiteren Namen auf der Liste der „Vitalogie-Pioniere“ hervorzuheben. Johanna Fracasso von All­men. Es ist ihrem – über viele Jahre hinweg – unermüdlichen Engagement und Ein­satz zu verdanken, dass es mittlerweile eine grössere Anzahl excellent aus­ge­bil­de­ter und seriös arbeitender Vitalogisten gibt, die sich im wesen­tlich­en in der Schweiz und in Deutschland niedergelassen haben.
 

Johanna Fracasso von Allmen war von 1983 bis 1986 in den Praxen von Dr. Huggler auf eigene Rechnung als dipl. Vitalogistin tätig. 1984 eröffnete sie ihre eigene Praxis in Hergiswil und übernahm kurze Zeit später (1986) zusätzlich die Praxen ihres ehemaligen Kollegen Huggler. 1988 stieg sie erstmals in eine Do­zen­tenrolle der damaligen Ausbildungsstätte „Tutorium für Vitalogie“ ein, aus wel­cher im Jahr 1993 die Akademie der Vitalogie entstand. Nach dem Ab­leben von Dr. Huggler führte sie die von der Akademie organisierten Kurse im Nam­en der Akademie weiter und gestaltete den Unterricht u.a. mittels Erar­beitung zahlreicher, neuer Ausbildungsunterlagen den Anforderungen ent­sprechend um (-> Ver­mitt­lung von umfangreicherem Basiswissen über men­schliche Ana­tomie, Physiologie und Patholo­gie). Im Januar 2001 gründete sie nach voran­gehendem Kauf der „Akademie der Vitalogie“ zu­sammen mit ihr­em Ehe­mann, Mario Fracasso, die

European School of Straight Vitalogy® (ESSV)[3]

 

und ergänzte die Ausbildung, indem sie Ärzte für Vorlesungen zum Zwecke einer noch vertiefteren Vermittlung des für den Vitalogisten erforderlichen Grund­wis­sens über Anatomie, Physiologie und Pathologie gewinnen konnte (schwer­gewichtig Colum­na vertebralis, aktiver und passiver Bewegung­sappa­rat so­wie Nervensystem). Erste erfolgreiche Studienabschlüsse diplomierter Straight Vitalogisten[4] konnte die E.S.S.V. bereits zu Beginn des Jahres 2002 ver­zeich­nen.

zurück

 

 

 

 


[1] HIO = Hole-in-one-Technik: Diese Technik beschäftigt sich mit der Wiederherstellung des von Natur aus gegebenen Verlaufes und Volumens des Foramen vertebrale (Neuralkanal, Wirbelkanal). Sie legt den Fokus auf eine bestmögliche Behebung störender Einflüsse, die sich u.a. durch Lageveränderungen einzelner Wirbelkörper ab Foramen magnum bis hin zu L5 ergeben können (vgl. Verengung des Kanals an einer resp. mehreren Stellen mit Auswirkungen auf Rückenmark und Spinalnervenwurzeln)

[2] Peter Huggler absolvierte von 1960 bis 1964 ein Studium der Chiropraktik am Palmer College in Davenport, Iowa (USA). Danach eröffnete er Praxen für Chiropraktik ab 1966 in Biel (CH) und ab 1967 in Interlaken (CH)

[3] vgl. Website der E.S.S.V. www.straight-vitalogy.eu (Stand November 2007)

[4] Dem Studienabschluss resp. der Diplomierung geht eine Abschlussarbeit (Diplomarbeit) sowie eine anspruchsvolle praktische und schriftliche Prüfung voraus